Swing

Duke Ellington
Dixieland- und Chicago Jazz waren die Eltern des Swing. Er war schnell sehr beliebt, weil er der tanzbarste aller Jazz-Stile war und beeindruckte mit einem vollen Klang. Er war eine perfekte Kombination, in der er seine Eigenheiten zwar behielt, aber für ein breites Publikum zugänglich wurde. Entertainment und Kunst kamen hier zusammen. Trios bis Orketts waren bisher die Gruppenformationen, beim Swing war es ein ganzes Orchester was zum Einsatz kam. Dadurch waren die Möglichkeiten um eine Vielzahl größer, es konnte ganz anders gespielt werden.

Die Big Bands hatten mit dem Bandleader 18 Musiker. Sie wurden in drei Gruppen aufgeteilt: die Saxophone als Reed Section, Trompete und Posaune als Brass Section und die Rhythmusgruppe. In letzterer findet man Gitarre, Schlagzeug und Klavier. Die Gitarre ersetzte jetzt das alte Banjo, Tuba oder Sousaphon, wie sie in den alten New Orleans Jazzbands benutzt wurden. Blasinstrumente wie Klarinette und Querflöte waren willkommene Ergänzungen, während Streichinstrumente nie wirklich Erfolg hatten. Durch die enorme Größe war es nicht mehr möglich, nach alten 'Regeln' zu spielen und es wurden ganze Ensembles und Arrangements geschrieben, um die Harmonie in den Stücken zu sichern. Dadurch war jedoch das Improvisieren nicht mehr möglich und die einzelnen Musiker konnten sich selber nicht mehr so spontan als Solo darstellen. Ohne einen guten Arrangeur ist die Band nicht wirklich in Einklang.

Count Basie
Die erste große, erfolgreiche Band war das Casa Lomba Orchestra, nicht zuletzt auch wegen des Klarinisten Benny Goodman. Der Rundfunk war in den 1920er Jahren das Medium, das die Musik verbreitete und zu einer enormen Popularität verhalf. Aber auch das Charlie Barnet Orchestra, Count Basie, Duke Ellington, Gene Krupa, Woody Herman, Chick Wenn mit Ella Fitzgerald und viele andere waren ausgesprochen erfolgreiche Bands in der Zeit. Heute wird der Swing wieder viel gespielt und ist sehr beliebt.