New Orleans Jazz

Louis Armstrong
Der Jazz zwischen 1890 und 1930 wird als New Orleans Jazz bezeichnet. Er kam aus der gleichnamigen Stadt und entstand aus den ursprünglichen Street Bands, die oftmals auch Trauermärsche begleiteten. Der Ragtime ist eine stark afro-amerikanische Musiktradition, die ebenfalls einen großen Teil zum New Orleans Jazz einbrachte. Eine dazu gehörige Stilart ist der Creole Jazz, der in den französischen Vierteln sich gleichzeitig entwickelte und bei dem man die spanischen, französischen und lateinamerikanischen Musikrichtungen und Tanzstile stark heraushörte. Aus dem New Orleans Jazz entwickelte sich später der Dixieland Jazz. In den 1940er und 1950er Jahren kam ein Revival auf, der New Orleans Revival.

Kornett oder Trompete waren die Melodienangeber, Posaune war eher rhythmisch und die Klarinette hingegen bringt reich verzierte Melodien als 'Gegenspieler' von Kornett oder Trompete. Das Schlagzeug gab den Rhythmus an. Bei diesem Stil kam es nicht wirklich auf die musikalischen Feinheiten an, sondern viel mehr um Dynamik und Vitalität. Dabei gab es zahlreiche Kollektivimprovisationen, die das Stück komplett aufpeppten.

Joe King Oliver
Der New Orleans Jazz erlebte mehrere Revival. Ende der 30er Jahre kam ein besonderes Interesse am Jazz auf und Plattensammler waren an den Anfängen interessiert. Kid Ory, Bunk Johnson, George Lewis und viele andere Jazzmusiker wurden wieder entdeckt. Anfang der 50er Jahre wurde ein Traditional Jazz gespielt, den Ken Colyer an ein großes Publikum brachte. Mitte der 1960er Jahre schwappte ein großes Interesse am Jazz nach Europa, Australien und Japan, was sich mit dem Jazz aus den Südstaaten beschäftigte.

Zu den wichtigsten Band gehören Louis Armstrong, Joe King Olivers, Jelly Roll Morton und viele andere weltbekannte Stars.