Montreux Jazz Festival

Am Genfer See liegt die Stadt Montreux, wo jedes Jahr im Juli das Montreux Jazz Festival stattfindet. Der Pianist Géo Voumard und der Radio-Journalist Lance Tschannen haben dieses Festival 1967 ins Leben gerufen. Es wurde schon in kurzer Zeit zu einem sehr bekannten und beliebten Jazz-Event innerhalb Europas. Zahlreiche renommierte Musiker sind hier bereits aufgetreten, die nicht alle nur aus dem Jazz-Genre kommen. Was als ausschließliches Jazz-Festival am Anfang gedacht war, entwickelte sich schnell zu einem Festival, in dem auch der Rock und der Pop von großer Bedeutung wurden. Dabei hat das Festival durch ein Lied der Deep Purple erheblich an Beliebtheit gewonnen. In dem Song „Smoke o­n the Water“ erzählt ein Ereignis, das sich 1971 hier zugetragen hatte, als die Gruppe „Frank Zappa & The Mothers of Invention“ in einem Konzert von einem Feuer überrascht wurden, das die gesamten Räumlichkeiten verbrannte. Dabei konnten die Deep Purple beobachten, wie sich der Rauch über den See ausbreitete.

Jazzmusiker wie Aretha Franklin, Ella Fitzgerald, Les McCann, Herbie Hancock, Pat Metheny, Keith Jarrett und viele andere traten hier schon auf. Auch Musiker aus Rock und Pop wie Led Zeppelin, Peter Tosh, Marvin Gaye, Paolo Conte, Mike Oldfield, Johnny Cash und zahlreiche andere Musikgrößen konnte und kann man hier alljährlich hören.

Das Festival wird von reinen Jazzkritikern zwar kritisiert, doch es ist gerade seine unglaubliche Vielfalt, die es besonders anziehend macht. Die Musikrichtungen spielen parallel alle am gleichen Ort und im gleichen Zeitraum. Da das ganze Feeling des Festivals 'familiär' ist, kommt es auch oft vor, dass die Musiker zusammen spielen, trotz dass sie aus verschiedenen Musikrichtungen stammen. Jazz, Weltmusik, Rock und Pop zusammen auf der Bühne geben beeindruckende Momente, die alle Fans einbeziehen. Von den ursprünglichen 3 Tagen sind es heute ganze 16 Tage, die das Festival dauert.