Jazz Fusion

Chick Corea
Chick Corea, John McLaughlin, Jack Bruce, Miles Davis, Herbie Hancock, Weather Report und viele andere sind bedeutende Namen im Jazz Fusion, einfach Fusion genannt oder auch als Rockjazz bezeichnet. Die Kraft des Rock, der Rhythmus des Funk und die Komplexität des Jazz vereinen sich hier. Schon Mitte der 1960er Jahre entwickelte sich diese ganz spezielle Stilrichtung, die bis heute – wenn auch in leicht veränderter Form – immer noch aktuell ist. Bekannte Musiker wie Mick Nock, Larry Coryell, Jim Pepper, Jeremy Steig 'drifteten' in andere Stilrichtungen wie den Rock und verbanden diese sehr unterschiedlichen Stilrichtungen auch durch ganz neue Instrumente wie das Keyboard, elektrische Gitarre, Orgel und ähnliche. Zeitgleich entwickelte sich in Europa ebenfalls ein Jazzfusion, doch ganz unabhängig von dem in den amerikanischen Staaten. Durchschlagend wirkte in dieser Musikstilrichtung jedoch erst Miles Davis mit seinen Platten „Bitches Brew“ an erster Stelle, und „In A Silent Way“ an zweiter. Der Jazz war bis dahin fast ausschließlich mit akustischen Instrumenten gespielt worden, jetzt wurden e-Instrumente wie die e-Gitarre, e-Bass, e-Violine und ähnliche eingesetzt und veränderten den Sound vollkommen. Das Schlagzeug, was bis dahin immer eine taktangebende Rolle spielte, wurde zum vollwertigen Soloinstrument.

Weather Report
Beim Fusion sind Gitarre, Keyboard und Blasinstrumente die eigentlichen Protagonisten, doch auch alle anderen Instrumente sind vollwertig und gleichberechtigt. Jazzrock und Rockjazz unterschied man damals, da beim Jazzrock Schlagzeuger und Bassisten eher eine Nebenrolle zugedachte. Der Jazzfusion war die Voraussetzung für die Weiterentwicklung von Jazz, Funk und Rock und viele Musiker haben zumindest eine Periode in dieser Stilrichtung genutzt.

Dave Sanburne und Pat Metheny sind noch ausgesprochen bekannte Namen, die sich in den folgenden Jahren erfolgreich durchsetzen konnten.