Jazz Fest Berlin

Es sind die Berliner Festspiele, die jedes Jahr im Herbst das Jazz Fest Berlin organisieren. Es gehört zu den ältesten und renomiertesten Jazzfestivals Europas und wird als traditionsbewusst, aber auch progressiv eingestuft. Alles begann in der Berliner Philharmonie, in dem das erste Jazz Festival stattfand. Ernst Berendt, der das Festival organisieren wollte, konnte die beiden staatlichen Fernsehsender und das Land Berlin davon überzeugen, das Festival zu finanzieren. Für die ersten Berliner Jazz Tage schickte noch Martin Luther King ein Geleitwort, in dem er hervorhob, wie wichtig die Musikrichtung für das us-amerikanische Civil Rights Movement war. Musiker, die sich in den letzten Jahren zurückgezogen hatten, wie Charles Mingus und Ornette Coleman, nutzen diese Gelegenheit und traten wieder auf, feierten ein Comeback auf der Bühne. Und der Jazz Kritiker N. Hantoff meinte sogar, es sei Europas führendes Jazz Festival. Drei Jahre nach dem ersten Erfolg 1964, fand das erste Weltmusikfest des Jazz statt, „Jazz meets India“, „Noon in Tunesia“, „Bossa Nova“ und viele weiter Events feierten Erfolge. Ein Jahr später fand das 'Total Music Meeting' statt, wo sich, hauptsächlich, europäische Musiker der freien Musik trafen. Von 1970 bis Mitte der 90er Jahre ging die Leitung unter George Gruntz, der den Schwerpunkt auf Jazz und Fusion legte. Heute findet das Festival in der 'Freien Volksbühne' statt. Dazu gibt es eine 'Jazzmeile', die von der Fasanenstraße bis in den Jazzclub 'Quasimodo' führt. Das Erste Deutsche Fernsehen ist immer noch an der Veranstaltung beteiligt und überträgt auch ausgewählte Konzerte.