Dixieland Jazz

Sharkey Band
Schon Anfang des letzten Jahrhundert begeisterten sich die weißen Musiker für den Jazz der schwarzen Musiker und im Dixieland Jazz gaben sie das Gegenpendant zu dem bekannten New Orleans Jazz. Dadurch, dass er von weißen Musikern gespielt wurde, verbreitete er sich schnell nach Chicago und auch nach New York. Anders als beim New Orleans Jazz sind hier die Melodien geschliffener und man merkt eine deutlich reinere Harmonie. Der Dixieland Jazz zeichnet sich durch eine sehr starke Kollektivimprovisation aus. Das wird auch als „Call and Respond“ bezeichnet, wobei ein Spieler in die Melodie des anderen eingreift und weiter entwickelt. Dabei sind die Klarinette, die Posaune und die Trompete oder auch das Kornett die Hauptinstrumente. Die dazu gehörende Rhythmusgruppe besteht aus Schlagzeug, Piano und Kontrabass, Sousaphon oder Tuba plus Banjo bzw. auch Gitarre. Die Improvisationen sind künstlerisch weniger wichtig. Einer der ersten Dixieland Jazzer ist Papa Jack Laine, zu ihm gehörte auch der bekannte Nick La Rocca, der mit seiner Band durch die Straßen von New Orleans zog. Außerdem gehören zu den absoluten Ursprüngen die Original Dixieland Jazz Band und die New Orleans Rhythm Kings. Sie waren maßgebend in der Verbreitung des neuen Jazzstils. Aus dem Dixieland Jazz wurde später in den 30er Jahren der Chicago Jazz und danach der Swing geboren. Bob Crosby und Tommy Dorsey formten aus ihren Bands Swingorchester und nahmen separat Schallplatten auf.

Bob Crosby u. Judy Garland
Wilbur de Paris brachte erst nach dem zweiten Weltkrieg den Dixieland Jazz nach Europa. Im folgenden Jahrzehnt kam es zu einer waren Explosion dieses Jazzstils, der allerdings nicht mehr ganz so ursprünglich ausfiel. Zu den heutigen Dixieland Jazz Festivals gehört das International Dixieland Festival Dresden in Deutschland, das Riverboat Jazz Festival in Silkeborg in Dänemark (Hier Unterkunft für das Festival buchen )und in den USA das Sacramento Jazz Jubilee.