Bebop

Tyree Glenn
Woher der Name Bebop kommt, kann heute keiner mehr nachvollziehen. Sicher ist aber hier, dass er nicht von den Musikern als solches bezeichnet wird, sondern letztendlich von der Presse diesen Namen aufgedrückt bekommen hat. Entstanden ist er jedoch wahrscheinlich aus den zwei Silben „be“ und „bop“, die oftmals zur Hilfe für schnelle Tempi gesungen wurden. Auch die abgekürzte Form Bop ist gebräuchlich, während Rebop einen ganz anderen Stil bezeichnet.

Zu den bevorzugten Instrumenten gehören Schlagzeug, Kontrabass und Klavier, Saxophone und Trompete, in einem Quintett zumeist angeordnet. Schlagzeug und Bass haben viel Freiraum im Rhythmus, spielen oft schnelle Tempi und komplexere Themen. Dabei werden oftmals bereits bestehende Melodie-Themen umgeändert, verzerrt. Der Bebop war die Version, die als erstes von der Unterhaltungsmusik Jazz abwich und sich als Kunstmusik verstand. Die Improvisationen der Musiker wurden jetzt nicht nur mehr live vorgetragen, sondern auch auf Schallplatten festgehalten, was dem ganzen Musikgenre ganz neue Aspekte verlieh.

Buddy Stewart
Im Bebop gibt es mehr Improvisationen und Soli und er ist komplexer als der leichte Swing. Trompete und Saxophon spielen im Einklang. Anders als beim Swing wurden hier wieder Combos statt der großen Big Bands eingesetzt. Zu seinen Merkmalen gehören eine komplizierte Harmonie, keine Riffs, entweder übertrieben viele oder kaum gespielte Septakkorde, wobei jeder Tonakkord nach oben und unten variieren kann und es wird zumeist 'härter' gespielt, mit einer Zählzeitbetonung auf 1 und 3.

Durch den Bebop letztendlich änderte die Allgemeinheit komplett die Meinung über den Jazz im allgemeinen und besonderen.